Archiv für den Monat: August 2013

29. Tag

05:00, Ike ist von Bord, ich lege ab Richtung Schleuse Holtenau; Solowimpel ist gehißt.

06:30, Ein Schiff schleuste aus, etwas Wartezeit, habe nun ausgeschleust und bin im NOK. Bzw. Kaiser Wilhelm Kanal, mal wieder.

15:00 Brunsbüttel Schleuse nach 55 sm, 9 Stunden ist gut incl. vollgetankt in Brunsbüttel, die Tankstelle hat wieder Sportbootdiesel; Yoho ist mit 7 kn + mit das schnellste Boot. Overdrive!

Jetzt geht´s weiter über Cuxhaven, Tonne Elbe 1 wird wohl 20:00 und dann durch. Gezeit, ablaufendes Wasser und Wind bringen 12 Knoten über Grund, das macht Spaß. Riesige Containerfrachter werden metergenau über Radar auf der Ideallinie gelotst, ich höre das im Revierfunk mit. Geräuschlos verschwinden sie im Dunst. Ich werde von einem Schlepper, der einen gigantischen Schwimmkran zieht, verfolgt. Das AIS schlägt deswegen Daueralarm. Vorbei an Neuwerk und Scharhörn geht es, die Sonne geht unter. Nach Elbe 1 habe ich freies Wasser und passiere die Jade mit einer Menge hellerleuchteter Ankerlieger, kein Verkehr. Ich nehme einige 15 Minten Schlafintervalle.

28. Tag

10:00, wir nähern uns der Südspitze Langelands. Noch 30 sm bis Kiel.Wind aus 30 – 40°, 8-10 kn. Bringt 5,4 kn über Grund. Lockere Bewölkung und die Sonne kommt ab und zu durch die Wolkenlöcher. Im Wind ist es kühl, also Windjacke anziehen; es „ist ja auch schon richtig herbstlich“ behauptet Ike.

Bisher gesegelt von Greifswald 950 sm, das sind rund 1800 km. Da bekomme ich mit Anreise, Winterregatten, Überführungen, Karibik auf rund 2800 – 3000 sm zusamen. Das ist schon ganz gut.

16:00, wir liegen gut fest in Laboe, beladen das Auto mit den Dingen, die nach Köln können und gehen in den Ort. Noch touristisch, Jazz tobt am Strand und im Wasser. Ich überschlage die Gezeiten Brunsbüttel, Cuxhafen und Helgoland, Vlieland. NOK darf befahren werden ab 04:00, Tanken dann in Brunsbüttel oder Cuxhaven. Die Vorhersage ist immer noch Ostwind, das wäre optimal.

 

 

27. Tag

Um 08:00 sind wir in Klintholm los, Astrid und KH gehen direkt nach Boltenhagen via Gedser.
10:00, wir sind im Grönsund ujnd haben den Wind von vorne. Kreuzen geht nicht aufgrund des engen Fahrwassers, also 5 Meilen Motoren, dann dreht der Sund nach West und wir können segeln und nach Femö oder Veijrö gehen, evtl. nach Spodsberg. Das Wetter ist kühler, und n ur bei Sonne mach es Spaß diese mehrfach befahren Routen und oft besuchten Häfen wieder anzuzlaufen. Wir bewegen uns im bekannten, gewohnten Bereich, also Strecke machen.

Im Smalandsfahrwasser müssen wir kreuzen, der Wind geht auf NW.

Wir entscheiden, unterhalb Femö Richtung Kragnaesfahrwasser zu gehen, über einge Flachs. Glattes Wasser, deshalb sind 2,30 m noch passend, aber spannend.

17:00, hinter Kragnaes fallen wir ab Richtung Spodsberg, das sind noch 3 Stunden. Leider dreht der Wind zurück auf SO, wir haben ihn wieder von vorne.

20:00 sind wire in Spodsberg fest. Dummes Manöver, ich hatte den Relingsgrill überstehen und nach passieren des steuerbordseitigen Heckpfahles brauche ich den nun nicht mehr sauber zu machen.

26. Tag

05:00 klingelt der Wecker, Ike schläft noch. Ich gehe mit Jazz im Park toben. nach 30 Minuten ist´s genug und ich mache das Schiff klar, Ike wacht davon auf. Um 06:15 legen wir ab, der Tag verspricht sonnig zu werden. Das Boot ist triefnass vom Tau, der Wind ist noch auf 260°. Unter Motor machen wir uns den eigenen Wind, nehmen das Groß dazu und legen Kurs Klintholm an.

09:00, der Wind hat gedreht auf 285°, langsam halbwindig, aber mit 7 kn nichts zum Strecke machen. Also erstmal weiter Motorsegeln. Die Sonne fängt an zu wärmen.

Es bleibt beim Motorsegeln. Der Wind dreht auf NNW, dann langsam zurück auf E, mit zuletzt 1 kn. Immerrhin, mit Overdrive und steif gesetztem Groß erreichen wir bis 7,1 kn über Grund, die welle baut sich ab, zum Schluss glattes Wasser. Zeit zu lesen; das AIS zeigt die Kurse der entgegenkommenden Schiffahrt und wir sind von allen klar frei.

Um 14:45 sind wir in  Klintholm innen an der Außenmole fest; da lagen wir auch mit der Sprinta. Fisch gibt es nicht mehr zu kaufen in Klintholm, beide Räuchereien sind dicht; schade. Wir backen Pfannkuchen und 1 h später sind auch Astrid und KH da und legen sich neben uns. Zeit zum gammeln; im kleinen Kaufmann gibt es den neuen Spiegel und ein paar Sachen zum Grillen werden besorgt. Jazz tobt am Strand und ist nun hundemüde, platt. Mal sehen, ob wir morgen Femö schaffen. Die Gedanken sind schon im NOK und bei der Rückführung des Bootes nach Holland. Bisher fallen alle meine Jungs aus, solo wär´s auch möglich.
Donnerstag Kiel, Ike Freitag früh weg, ich durch den NOK nach Cuxhafen, Samstag wäre das Wetterfenster nach NL. Mal sehen.

25. Tag

Ablegen, Ziel Kaseberga, um dort die größte Schiffsetzung Schwedens anzusehen. Der Wind ist ruppig 18 kn auf der Nase, und wir müssen 1 Stunde gegenan; der Ruimpf knallt in die Wellentäler und Jazz mag das gar nicht. Am Kap können wir abfallen und haben halben Wind. Aber immer noch Welle, und deswegen laufen wir den flachen Hafen mit nur 2,50 m Tiefe lieber nicht an; weiter geht es nach Ystad. Das hat sich gewandelt, eine komplette neue Anlage mit breiten Pontonstegen und Auslegern, und einem neuen bereiten Holzkai an der Mole zum Längsliegen. Wir legen rückwärts längs an und haben ablandigen Wind, dümpeln also neben dem Steg.

Das war vor 14 Jahren mit der kleinen Sprinta anders. Regenwetter, vor der Hafeneinfahrt ging der Aussenborder aus und eine Fähre begann auszulaufen. Anlegen an einem wackeligen Steg mit Heckpfählen, strömender Regen und klatschnass in unvollkommener Kleidung. Aber der Hafenmeister hatte die Sauna an und wir sind sofort mit allen nassen Klamotten von Bord und in die Sauna. Herrlich!

Regnen tut´s auch seit 16:00, in der Stadt ist alles dicht und der Supermarkt hat zum Glück auf, so das wir Brot kaufen können. Also erstmal gemütlich lesen und Mittagsschlaf halten. Ich werde wach, weil das Boot in die Leinen einruckt und rigge einen Ruckdämpfer, und dann gehts bald in das Hafenrestauratnt was essen.

Morgten geht es nach Klintholm, 57 sm, der Wind soll auf West drehen, das wäre dann am Wind / halbwindig, um 7 kn. Wird wohl nicht ohne Motor angehen. Mal sehen.

22:00, Wind immer noch aus 243°, da sollten 90 dazukommen….nach DWD um 02:00.