Archiv für den Monat: August 2013

Update Fotos

Ich habe in den vergangenen Beiträgen noch einige Fotos eingefügt.

19. Tag

Wir bleiben. Es ist warm, die Sonne scheint und wir gammeln herum. Auf dem roten, von Flechten bewachsenen Ganit läßt es sich gut lesen. Ab 14:00 soll es regnen, aber danach sieht es nicht aus. Ike ist mit Jazz auf der Insel unterwegs, Morgenspaziergang.

IkeKlippe

Glattgeschliffener Fels

IkeJazzrocks

Jazz tobt herum, der Wasserdummy ist eine unaufhörliche Attraktion.

HundDummy
Absprung von der Klippe Höhe 1 m, im gestreckten Sprung und sie schafft es, den Kopf nie untertauchen zu lassen.
2 Schiffe verlassen die Bucht, 3 neue kommen. Aber alle gehen vor Anker und kennen die Wassertiefe am Fels nicht. Ich lese von Libby Purvis „One Summers Grace“, eine Familienreise rund Großbrittanien mit 2 kleinen Kindern in einem 10m Boot. Darin gibt´s viele Literaturhinweise auf schöne Bücher, muss ich mir besorgen.

2 Seekajakfahrer kommen vorbei und ich biete ihnen einen Tee an, aber sie wollen weiter. Sie hinterlassen die Kringel ihrer Paddel und nach 20 Metern sind die verschwunden, also keine Spuren. Ruhig und geräuschlos ziehen sie weiter.

Eine schwarze Wolke kommt, Platzregen. Die Wasseroberfläche hat Trichter und aufspritzende Wassertropfen von den Regenmassen, es glitzert, alles wirkt noch grüner und der Fels glänzt in der Sonne.

Regen

Nach 3 Minuten ist alles vorbei, die Sonne zurück. Im Wasser spritzt es, wenn die vielen kleinen Fische springen, um den Räubern zu entgehen. Nachher werde ich versuchen, einige zu angeln.

Der Granit trocknet ab, aus dem Segelkleid läuft ein rauschendes Rinnsal auf die Sprayhood, dann tropft es nur noch tom, tom, tom, und dann hört auch das auf. Der Wind geht auf fast 0, nur das Platschen der springenden Fische stört die Stille.

Ein schöner Ort.

 

Ger Rossel

Zitat von unserem scharfsinnigen Freund Ger Rossel:
YOHO ist ein Monarchie! Und die Königin dieser Monarchie, die Maxima der YOHO heist Jazz! Nur der Kron fehlt Ihr noch ;-)

Lieber Ger, ik heb er ein, hor :
Krone

Groeten nar NL, Maxima Jazz

18. Tag – Update

Wir liegen längs auf 7 m Wassertiefe an einer wunderschönen Granitklippe in einer Umgebung von vielen kleinen Inseln.
Lage
Die Einfahrt ist schmal und wir wissen jetzt auch, auf welcher Seite des Fenders (Als Markierungsboje) der Stein liegt.
Schärenplatz 1
Wir können mit einem Schritt von Bord, der Granitrücken ist so hoch wie unser Freibord. Für Jazz ideal; für uns auch. Beim Anlegen ist Ike mit der Vorleine an Land gesprungen und rückwärts in die Ostsee. Ihr erstes Bad dieses Jahr, war sowoeso geplant.
Wir liegen mit 5 Leinen an 2 Ringen und 2 Bäumen, Wind ist ablandig, perfekt.
Jetzt gibts Abendrot und einen Abendspazieregang. Ich denke, hier werden wir morgen bleiben und die umliegenden Schären mit dem Dinghi erkunden.
Landschaft 1
Für diesen Liegeplatz lassen wir jeden Hafen links liegen. Morgen früh haben wir die Sonne im Cockpit. Jazz wartet mit dem Dummy auf der Klippe geduldig; jetzt gehts los.

17. Tag

Immer noch auf Gotland. Wir haben uns ein Auto gemietet um die Insel zu erkunden. Skoda, 140.000 Km, Radio mit Cassettendeck. Im Check in im Bericht 15 Beulen! Verliehen vom Hafenmeister, der hat mehrere solcher Antiqitäten.

Tempolimit 60-80 km, auf den Landstraßen ist das einschläfernd. Wir fahren hoch zur Nordspitze und setzen über nach Farö, um die Raukas enzusehen.
Das sind Kalgebilde, die nicht vom Meer ausgewaschen wurden und wohl eine härtere Konsistenz haben. Gotland ist eine Kalkgesteinsinsel, seltsam, wenn man 50 Meilen westlich im puren Granit segelt.
Die Raukaformationen sind bizarr, besonders die „Hund“ genannte Formation.

HundHund

Hier Hund mit Hund!
Wir sehen uns noch einige Steinsetzungen an, das sind in der Bronzezeit, also voir 3.000 Jahren gebaute Gräber in Schiffsform, aus großen flachen Felsen. Mass z.B. 30 x 6 m.
Es gibt viel Wald, die Nebenstraßen sind geschottert.
Im Hafen angekommen knallt es, die GOTLAND läuft ein und schießt Salut.

Göteborg

Schön restauriert, von jungen Menschen in alter Kleidung gesegelt, sicher um die 50, was wenig ist, wenn man das mit der früheren Stammcrew von um 450 vergleicht.
stauriert. Der mittelalterlich gekleidete Kapitän geht von Bord und wird zeremoniell vom Bürgermeister in gleicher Kleidung begrüßt. Dann wird zum Dinner in der Kapitänskajüte gebeten und dort ein Port auf der Galerie genossen.

Galerie

Das beflügelt meine Phantasie, gespeist durch mein Interesse für die Zeit der Englisch-Französischen Seekriege. Forrester und o´Brian lassen grüßen.

Abends geht´s nochmals in die Stadt; nach einigen Irrungen finden wir auch die Kirchenruine, in der wir eine Gauklertruppe sehen möchten. Leider „nur“ ein Comedyprogramm auf Schwedisch, keine Artistik. Das lassen wir dann lieber.

Tja, vielleicht doch mal einen schwedisch Grundkurs machen?